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Bevölkerungsprognose

ZUSAMMENFASSUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE ZUR KLEINRÄUMIGEN BEVÖLKERUNGSPROGNOSE 2015 - 2030

Die Bevölkerungsstruktur im Land verändert sich kontinuierlich und dieser Prozess hält weiter an. Die gegenwärtig zu beobachtenden Entwicklungen werden viele Regionen vor neue strukturelle Herausforderungen stellen. Die Anpassung von Angeboten öffentlicher Dienstleistungen zur Sicherung der Daseinsvorsorge sowie der Mobilität und deren politische und verwaltungsseitige Begleitung ist dabei eines der wichtigsten Themen. Die sich bereits heute abzeichnenden Prozesse werden in der nahen Zukunft erhebliche Auswirkungen auf die kommunale Infrastruktur und damit auf die Leistungsangebote der Kommunen für ihre Bürger  haben.

Im überwiegend ländlich geprägten Salzlandkreis sind die Folgen der Veränderungen in der Bevölkerungszusammensetzung bereits spürbar. Nicht nur ein Rückgang der Bevölkerungszahl, auch eine deutliche Zunahme des Durchschnittsalters der Menschen ist zu beobachten. Für zukunftstragende Entscheidungen der Kommunal- und Regionalplanung ist die Kenntnis der zukünftig zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung von besonderer Bedeutung.

Innerhalb des Salzlandkreises werden die demographischen Veränderungen nicht gleichförmig ablaufen. Zwischen den größeren Städten und den sie umgebenden, ländlich geprägten Raum wird es Unterschiede in Bezug auf die Entwicklung der Bevölkerung geben. Insgesamt betrachtet vollziehen sich die demographischen Veränderungen( Bevölkerungsrückgang, Alterung, Wanderungsbewegungen), in den ländlich geprägten Teilen des Salzlandkreises schneller und sind deutlicher wahrnehmbar, als dies für die Bevölkerungsentwicklung der Städte erwartet wird. Vor dem Hintergrund der Sicherstellung von Daseinsvorsorge- und öffentlichen Mobilitätsangeboten ist sicher die prognostizierte stärkere Alterung der Bevölkerung in den ländlichen Bereichen des Landkreises eine der großen Herausforderungen.

 

Wichtige Aussagen der durchgeführten Studie

Die Bevölkerung im Salzlandkreis  wird bis zum Jahr 2030 weiterhin abnehmen. Würden keinerlei Maßnahmen ergriffen, welche den junge Bevölkerungsanteil von einer Abwanderung aus der Region abhalten, so würde die Bevölkerung im Salzlandkreis (heute 138 E/km²) bis 2030 um weitere knapp 30.000 Menschen auf dann noch rund 170.000 Menschen (119 E/km²) zurückgehen. Ein großer Teil des zukünftigen Bevölkerungsrückgangs wird durch starke negative natürliche Entwicklungen bestimmt sein. Ein Grund hierfür ist, dass die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegsgenerationen bis zum Jahr 2030 zunehmend in die Altersklassen mit einer höheren Sterberate übergehen. Zum anderen gibt es aktuell keine Anzeichen, dass mittelfristig die Geburtenrate im Landkreis auf ein Niveau steigen wird, welches zumindest zum Erhalt der gegenwärtigen Bevölkerungsstärke ausreichen würde. Der Alterungsprozess der Gesellschaft wird auch ohne jegliche Intervention der Städte und Gemeinden fortsetzen. Der Anteil an Senioren über 65 Jahren von 26,5 % (im Jahr 2015) auf 37,4 % (im Jahr 2030) ansteigen und die Hochbetagten wird erheblich zunehmen. Der Anteil an jüngeren Menschen im erwerbsfähigen Alter, wird in Bezug auf die Gesamtbevölkerung im gleichen Zeitraum voraussichtlich von 59,4 % auf 48,3 % sinken. Unter Status-Quo-Bedingungen und unter der Annahme, dass nicht alle erwerbsfähigen Personen im Alter von 16 - 65 Jahren voll am Erwerbsleben teilhaben (aufgrund von Studium, Teilzeitarbeit, Arbeitslosigkeit etc.), wird der Anteil der Nichterwerbspersonen im Jahr 2030 größer sein als der Anteil der Erwerbspersonen. Deutlich zu erkennen ist hierbei die starke Besetzung der Altersklasse von 45 - 65 Jahren. Diese Gruppe wird im Jahr 2030 zu Teilen in die Altersklasse der 65 - 80-Jährigen übergehen und diese von 19,5 % der Bevölkerung auf 25,5 % der Bevölkerung anwachsen lassen. Gleiches gilt hierbei für die Altersklasse der über 80-Jährigen. Die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre erreichen ab dem Jahr 2025 das Rentenalter und ab dem Jahr 2030 die Altersklassen mit deutlich erhöhter Sterblichkeit. Ab 2030 wird dann ohne weiteren Zuzug jüngerer Personen ein durch die natürliche Bevölkerungs-entwicklung verursachter überaus deutlicher Einwohnerrückgang im Salzlandkreis einsetzen. 

 

 

gefördert durch:

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in Kooperation mit:

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