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Das Modellvorhaben

Ausgangssituation

Modellregionen des Bundesmodellvorhaben

Der ländliche Raum in Deutschland steht heute vor vielfältigen Herausforderungen. So ist der Salzlandkreis in den nächsten Jahren  überdurchschnittlich vom demografischen Wandel betroffen. Für  den Erhalt  der Wirtschaftskraft und Lebensqualität müssen die lokalen Akteure aus Politik, Verwaltung und den unterschiedlichsten Dienstleistungsbereichen zukünftig große Anstrengungen unternehmen, um ihren Bürgerinnen und Bürgern auch künftig eine ausreichende Daseinsvorsorge und Nahversorgung anbieten zu können. Ob das gelingt, wird auch vor dem Hintergrund immer enger werdender örtlicher Handlungsspielräume die Zukunft zeigen.

Von über 90 Bewerbungen aus ganz Deutschland ist der Salzlandkreis, als einzige Region in Sachsen-Anhalt, eine von 18 Modellregionen die für das Vorhaben ausgewählt wurden, um hier Ideen zu entwickeln, die Versorgung und die Mobilität im Landkreis langfristig sichern sollen.

Projektlaufzeit 01/2016 bis 06/2018

Projektförderung und -begleitung

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

 

 

 

ziel

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist die Stärkung des Erhaltes der Wirtschaftskraft und Lebensqualität im Salzlandkreis durch eine Langfristige Sicherung von Daseinsvorsorge und Mobilität.

Projektschwerpunkte sind hierfür die Weiterentwicklung interkommunaler Zusammenarbeit sowie die Schaffung einer nachhaltigen Datenbasis als zukünftige Planungsgrundlage.

Vorgehen

Im Fokus liegt dabei die Zusammenführung standortplanerischer und verkehrsplanerischer Ansätze. Denn nur durch eine gemeinsame Entwicklung beider Säulen, der Versorgung und der Mobilität, kann dieses Ziel erreicht werden.

Mit dieser Doppelstrategie soll es gelingen, Angebote der Daseinsvorsorge mittel- bis langfristig an räumlich möglichst günstigen Standorten zu bündeln, um damit deren wirtschaftliche Tragfähigkeit und Erreichbarkeit langfristig sicherzustellen. Durch neue, den ÖPNV ergänzende Mobilitätsangebote sollen Wege gefunden werden, diese Versorgungspunkte auch für die Bewohner des ländlichen Raumes besser erreichbar zu machen. Die schwer erschließbaren Räume im Salzlandkreis werden durch flexible Mobilitätslösungen besser an die Daseinsvorsorgeeinrichtungen angebunden und es ergeben sich damit Möglichkeiten diese Bereiche langfristig zu sichern.

Durch den kombinierten Ansatz bietet sich die Möglichkeit, um bereits andernorts in strukturell vergleichbaren Regionen praktizierte „gute Beispiele“ in ein integriertes Mobilitätskonzept einzubinden.

 

Methodik und Strategie

Der strategische Ansatz des Modellvorhabens setzt auf eine freiwillige, oft aber auch notwendige Kooperation möglichst vieler Akteure vor Ort.
Ob für die Phase der Konzeptentwicklung oder bei der späteren Umsetzung von Maßnahmen ist hier eine aktive Mitwirkung Vieler gefragt. Sei es als Experte bei der Konzeptentwicklung, in einer von vier Arbeitsgruppen (Mobilität, Gesundheit, Grundversorgung, Bildung/Freizeit/Kultur) oder als späterer Partner bei der Umsetzung von Maßnahmen, mit dem Modellvorhaben bietet sich den Menschen im Salzlandkreis eine Chance, die Entwicklungen im Modellvorhaben von Beginn an zu begleiten und mitzugestalten. Der Austausch vor Ort mit Experten/innen sowie den lokalen Zielgruppen (Senioren, Jugendlichen und Familien) soll Lösungsmodelle identifizieren und auf seine Anwendbarkeit prüfen.

​Es ist geplant, im Salzlandkreis gemeindeübergreifende Kooperationsräume mit möglichst nur einem Versorgungszentrum abzugrenzen. Es ist geplant diese Aktionsräume für das gesamte Kreisgebiet zu entwickeln. In diesen Räumen soll gemeinsam und untereinander abgestimmt nach Lösungen geschaut werden, um damit an der langfristigen Sicherung von Mobilität und Daseinsvorsorge mitzuwirken.

​Auf Basis einer landkreisweiten Bestandsanalyse der Daseinsvorsorgeeinrichtungen und Mobilitätsstrukturen sowie der Einarbeitung dieser Ergebnisse in ein Geoinformationssystem (GIS) werden erste mögliche Kooperationsräume identifiziert und mit den Menschen vor Ort besprochen. Wichtige Details aus der Lebenswirklichkeit der Menschen gehen damit nicht verloren und können gegebenenfalls zu Anpassungen bei der Abgrenzung einzelner Kooperationsräume dienen. Durch eine Einbindung der Bevölkerung bei diesem wichtigen Arbeitsschritt kann sich die Akzeptanz solcher Räume deutlich erhöhen.  

In Ergänzung dazu wird eine kleinräumige Bevölkerungsprognose bis auf Ortsteilebene erstellt, um die vorgeschlagenen Kooperationsräume auch hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit zu bewerten.

Nach Projektende ist geplant, tragbare entwickelte Konzeptideen, zunächst in entsprechenden Pilotkooperationsräumen, nachhaltig umzusetzen und auszuprobieren.

 

Das integrierte Kooperationsraum- und Mobilitätskonzept

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Wichtiger Projektbestandteil ist die Umsetzung des integrierten Kooperationsraum- und Mobilitätskonzeptes nach Empfehlungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

 

arbeits-und Zeitplanung

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Die Nummerierung der einzelnen Arbeitspakete folgt dem  integrierten Kooperationsraum- und Mobilitätskonzept und lässt erkennen, zu welchem Zeipunkt im Modellvorhaben der jeweilige Umsetzungschritt des oben beschriebenen Konzeptes erfolgt.

 

 

 

Einbindung der Öffentlichkeit und Arbeitsgruppen

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Zur Erarbeitung geeigneter zukunftsfester Lösungen und Modelle wurden vier Arbeitsgruppen zu folgenden Themen gebildet:

Gesundheit

Grund- und Nahversorgung

Bildung, Freiziet und Kultur

Mobilität

 

 

Eine zentrale Lenkungsgruppe mit dem Landrat Markus Bauer begleitet das Projekt und bestimmt die strategische Ausrichtung mit.

Die Öffentlichkeit erhält das Angebot, sich jeder Zeit bei der Ausgestaltung des Modellvorhabens einzubringen. Besonders gut kann das durch die Mitwirkung in einer der Arbeitsgruppen oder je nach Fragestellung durch eine Unterstützung in einem Beirat.

 

gefördert durch:

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in Kooperation mit:

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